Nützliche Rechtschreibtipps
Getrennt oder zusammen?
- Substantive
- zusammengesetzte Substantive zusammen, z.B. Buchseite, Opernplatz, Rollschuhe, Innenhof, Vielfahrer
- Verb in der Grundform (Infinitiv) und Verb
- zwei Verben getrennt, z.B. spazieren gehen, laufen lernen, stehen bleiben
- Verbindung mit Verb „sein“
- getrennt, z.B. Er wird da sein. Sie ist da gewesen.
- Adjektiv und Verb
- getrennt, wenn der erste Bestandteil erweiterbar oder steigerbar bzw. schon gesteigert ist und wenn das Adjektiv auf -ig, -isch oder -lich endet z.B.: gut gehen, besser gehen, kürzer treten, lustig sein
- aber: loslassen (zusammen, weil nicht steigerbar)
- Substantiv und Verb
- gewöhnlich getrennt, z.B. Rad fahren, Tafel wischen, Wasser holen
- zusammen und groß, wenn sie als Substantive gebraucht werden, z.B. das Reinemachen, beim Radfahren, beim Wasserholen
- Adverb und Verb
- die Betonung und der Sinn sind wichtig, z.B. alleinstehend (Single), allein stehend (steht abseits der Gruppe)
Groß oder klein?
- Großschreibung allgemein
-
- Satzanfänge
- nach Punkt, Ausrufezeichen und Fragezeichen
- nach einem Doppelpunkt, wenn danach ein vollständiger Satz folgt
- nach einem Doppelpunkt bei wörtlicher Rede
- in Überschriften
- Nomen: Namen, Dinge, Lebewesen, unsichtbare Dinge, gedachte Begriffe, Wochentage usw.
- förmliche Anreden: Sie, Ihnen, Ihre
- Eigennamen, z. B. München, Susanne, Schlossplatz, Afrika, Rosa-Luxemburg-Straße
- Großschreibung von Adjektiven (substantivierte Adjektive)
- Voraussetzung: Es steht kein weiteres Nomen hinter dem Adjektiv.
- nach einem (versteckten) Artikel: das Gute, ein Tief, das Beste, zum Besten, dein Bestes, dem Trockenen, aufs Ganze, im Großen und Ganzen
- nach einer Präposition: schaltet auf Grün
- nach einem (hinweisendes) Pronomen: dieses Blau
- nach einer unbestimmten Mengenangabe: alles Gute, viel Neues
- nach einem besitzanzeigenden Pronomen: meine Kleine, mein Großer
- Großschreibung von Verben
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- nach einem Artikel: das Baden, ein Rütteln
- nach einer Präposition: Zum Lernen brauche ich Zeit. Im Singen bin ich begabt.
- nach einem Pronomen: Sein Blättern macht mich nervös. Ihr Lachen ärgert mich.
- nach einem gebeugten Adjektiv: Das laute Sägen störte sehr. Sein schwaches Rufen hörte ich nicht.
- Großschreibung nach versteckten Artikeln
-
- beim (bei dem) Joggen, ins (in das) Wanken, aufs (auf das) Neue
- aber: zum einen und zum anderen (Indefinitpronomen)!
- Kleinschreibung von Adjektiven und Partizipien
-
- wenn ein Nomen im Satz auftaucht, auf das sich das Adjektiv bezieht: Welches Fahrrad gefällt dir besser, das blaue oder das grüne?
- Adjektiv in der 2. Steigerungsform: schön, schöner, am schönsten (hier lässt sich „am“ nicht in „an dem“ auflösen)
- Schreibung von Pronomen (Fürwörtern) und Zahlwörtern
-
- Normalerweise werden Pronomen und Zahlwörter klein geschrieben.
- Aber: substantivisch gebrauchte Zahlwörter, Pronomen und Zahlwörter ab Million schreibt man groß: das vertraute Du, ein gewisser Jemand, die Acht, die Eins, die Dritte, ein Achtel, eine Million, zwei Milliarden usw.
- Kleinschreibung allgemein
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- nach Doppelpunkt und Aufzählungszeichen, wenn kein ganzer Satz folgt
- nachgestellter Beisatz nach wörtlicher Rede
- persönliche Anreden: du, dir, deine
- Zeitangaben, wenn sie als Umstandswörter gebraucht werden: morgen um sechs, gestern
- Wörter, die aus Nomen entstanden sind, aber wie andere Wortarten gebraucht werden: das ist mir recht, sein Ratschlag ist viel wert, uns ist angst und bange, die Firma ist pleite, ich bin nicht schuld
- aber: Sie hat Angst; er hat Schuld
Dehnung
Es gibt vier Möglichkeiten
- 1. nach einem betonten Vokal folgt ein Konsonant
- Vase, Hose, Ware, Tage
- 2. Dehnungs-h
- nur nach langem betonten Vokal vor l, m, n, r (Sehne, Lehne usw.)
- Ausnahme: nicht bei Wörtern, die mit qu, t oder sch anfangen; nicht bei Wörtern, die mit zwei oder mehreren Konsonanten anfangen, z.B. quer, Tal, Schule, sparen, spülen, grün
- Es gibt Ausnahmen zu dieser Regel. Diese Worte muss man auswendig lernen. Eine Liste dieser Wörter gibt es bei „Die Lernlotsen!“
- 3. Doppelvokale
- Es gibt keine Regel, man muss auch diese Wörter auswendig lernen., z.B. Haar, Paar, Waage, Boot, Zoo, Tee. Eine Liste dieser Wörter gibt es bei „Die Lernlotsen!“
- 4. Langer i-Laut (i, ie, ieh)
-
- meistens ie, langer betonter i-Laut, wenn er in der ersten Silbe steht; auch in betonten Endungen, wenn ein r nach dem langen i-Laut kommt, z.B. Manier, Klavier, Spalier.
- Ausnahmen: Vampir, Fakir, Souvenir, Saphir außerdem ie in Nomen, die einen langen betonten i-Laut am Wortende haben, z.B. Energie, Fotografie
- Endungen mit il, in, iv, und iz werden gewöhnlich nicht mit ie geschrieben, z.B. zivil, Ruin, intensiv, Justiz
- ih: nur in Personalpronomen wie ihm, ihn, ihnen, ihren
- ieh: nur im Nomen „Vieh“ und seinen Ableitungen, ansonsten nur in Verben, die in der Grundform ein h haben, das in den Ableitungen zu ieh wird, z.B. sehen -sieht
s, ß, ss, das, dass
- s-ß-ss
-
- Wird der betonte Vokal lang gesprochen, folgt s (Hase), s-Laut gesummt, oder ß (Soße) s-Laut stimmlos
- Steht s oder ß am Ende des Wortes, hilft verlängern, z.B. Los – Lose (gesummt), Fuß – Füße (stimmlos)
- Wird der betonte Vokal kurz gesprochen, schreibt man immer ss, z.B. Fass, Biss, nass
- das
- Man unterscheidet drei Formen von das:
- das als Artikel: das Fahrrad, das Auto
- das als Demonstrativpronomen (hinweisendes Fürwort), auch zu ersetzen durch dieses oder jenes, z.B.: Das habe ich gelernt.
- das als Relativpronomen (bezügliches Fürwort) auch zu ersetzen durch welches, z.B. das Reh, das (welches) aus dem Wald sprang, sah das Auto nicht.
- dass
- Dass ist eine Konjugation und verbindet einen Haupt- mit einem Nebensatz, z.B.: Es ist schön, dass du mir zuhörst.
Dass die Schule in den Ferien schließt, finde ich gut.


